<span class="vcard">Charles Vogt</span>
Charles Vogt

Von Skaulo nach Kirkenes

Wir machen einen mehrtägigen Ausflug in den höheren Norden, nach Norwegen. Das Ziel ist der Osten von Norwegen in der Region Kirkenes. Wir fahren von Skaulo via Muonio, Inari, Grense Jakobselv nach Kirkenes. Der Abstecher nach Grense Jakobselv führt uns bis wenige Meter an Russland heran. Die letzten ca. 10km folgen einem kleinen Flüsschen, das direkt die Grenze zu Russland bildet. Eigentlich sollte man in der Bucht vor Grense Jakobselv auch Minkwale bobachten können, wir haben keine gesehen. Die Kirche in Grense Jakobselv wurde 1869 fertig gestellt als Grenzzeichen und nach dem Schwedisch-Norwegischen König Oscar II, aufgrund seines Besuches 1873 benannt.

Auf dem Weg besuchten wir in Muonio natürlich die Schweizer Bäckerei und genossen einen guten Kaffee und ein tolles Stück Torte. Die Besitzer sprechen schweizerdeutsch und freuen sich über jeden Besuch von Schweizern. Nach Inari führte uns der Weg durch eine weite Seenlandschaft mit viel Wald dazwischen. Inari ist vorwiegend eine Winterdestination. Jetz im August war nichts los. Die Stadt ist flächenmässig sehr weitläufig verteilt. Auf dem Weg nach Kirkenes waren wir fast 160km durch die Natur ohne auf grössere Ortschaften zu treffen. Davon waren fast 100km Naturstrasse (Nr. 92) ohne festen Belag. Auch Kirkenes ist eher ausgestorben und wird vor allem dann bevölkert, wenn eine Fähre in Kirkenes anlegt.

Alte Holzkirche in Gällivare

Die 1747 gegründete Kirche diente der lokalen Gemeinschaft während bedeutender Veränderungen, einschließlich des Bevölkerungswachstums, das 1882 einen Neubau erforderlich machte. Das religiöse Holzgebäude beherbergt eine 21-Register-Orgel, die 1971 von Grönlunds Orgelbyggeri gebaut wurde und zeigt traditionelle schwedische Kirchenarchitektur. Das Gebäude bewahrt eine historische Sanduhr auf seiner Kanzel, die ursprünglich vom Missionar Joan Zelberg der vorherigen Kirchenstruktur geschenkt wurde.

Die Kirche liegt am Stadtrand in einer schönen Naturumgebung. Es hat viele naturbelassenen Wiesen mit viel Blumen rund um die Kirche. Sie liegt am Vassarajärvi (kleiner See in Gällivare).

Terrassenbau

Der Plan für die Terrasse vor dem Häuschen ist fertig und das Material dazu ist auf Platz. Nun geht die Arbeit los. Nach ca. 3 Tagen steht die Terrasse fertig unter tatkräftiger Mitwirkung (Arbeit und Gerätschaften) von Stephan. Jetz können wir direkt vom Wohnzimmer auf die Terrasse gehen und sofern das Wetter es zulässt den Sommer auch vor dem Häuschen geniessen.

Ausflug zum Jockfall

Hier ist eine Stromschnelle des Kalixälven und ein besonders guter Ort für die Lachsfischerei. An dieser Stelle müssen alle Lachse durch, die in den Flüssen Kalixälven, Kauitumälven, Tärendöalv und Teile des Torneälven zum Leichen gehen wollen. Der Durchfluss an dieser Stelle ist ca. 290m^3 pro Sekunde. Das Einzugsgebiet erstreckt sich auf ca. 18’000km^2. Die Quelle des Kalixälven liegt am Kebnekajse, dem höchsten Berg von Schweden.
Wir sind über die Hauptstrasse über Nilivaara bis nach Jockfall gefahren und auf dem Rückweg quer durchs Land auf einer Naturstrasse über Ullatti und Gällivare zurück nach Skaulo. Die Strasse war nach dem Winter in einem sehr schlechten Zustand, da das Schmelzwasser noch nicht richtig abfliessen konnte, da der Boden noch gefroren war. Die Strasse war sehr matschig und man hatte das Gefühl man schwimme durch die Strasse.

Der Frühling kommt langsam

Auch im Norden kommt der Frühling langsam. Aber die Temperaturen und das Wetter machen noch grosse Sprünge von schönen warmen Tagen hin zu Tagen mit Schnee (am 20. und 21. Mai 2025). Das Eis auf den Seen und Flüssen geht zurück. Einmal kann man bei schönstem Wetter im Garten sitzen und Essen und dann ist der Tisch wieder verschneit! Aber die Tage sind schon sehr lang und auch nach Mitternacht ist es schon oder schon wieder recht hell draussen. Ab anfangs Juni wird die Sonne 24 Stunden am Himmel zu sehen sein und es bleibt die ganze Nacht hell.